A_Biographien

geb. 17.09.1875 in Österwiehe/Wiedenbrück

Religionszu­gehörigkeit: jüdisch
Eltern: Jacob Dreyer und Sara Dreyer
Ehemann: Dr. Max Arensberg (10.11.1867 in Horn - 01.02.1920 in Detmold), Arzt
Söhne: Hans Arensberg (geb. 13.12.1901)
Kurt Arensberg (geb. 02.01.1908)
Beruf: Hausfrau

 

Wohnorte: Detmold:
10.10.1931 Wall 1
02.10.1939 Freiligrathstr. 13 bei Block
04.02.1942 Gartenstr. 6
28.07.1942 nach Theresienstadt abgemeldet

 

Am 28. Juli 1942 wurde Ida Arensberg mit dem Transport Nr. XI/1 nach Theresienstadt und am 23. September 1942 mit dem Transport Bq von dort nach Treblinka deportiert. Weitere Quellen nennen allerdings auch die Vernichtungslager Maly Trostinec oder Auschwitz als zweiten Deportationsort.

Ida Arensberg wurde 1948 vom Amtsgericht Detmold für tot erklärt. Das amtliche Todesdatum wurde auf den 8. Mai 1945 festgesetzt.
Ihr Sohn Hans konnte nach Uruguay emigrieren, Kurt floh 1933 nach Chile.

   

QUELLEN: StdA Dt MK; LAV NRW OWL D 1 Nr. 6141, D 23 Detmold Nr. 4950 (darin: Brief an den Sohn vom 28.07.1942), D 27 Nr. 2721, 2732; D 87 Nr. 26, D 103 Nr. 786, 787; KAL K 2 Detmold/Lemgo BEG Nr. 786, 787; Beit Theresienstadt; Arolsen Archives


WEITERE QUELLEN: Amtsblatt, 03.07.1901: Allgemeine Gütergemeinschaft für die Ehe von Dr. med. Max Arensberg und Ida, geb. Dreyer in Detmold
LZ, 06.04.1901: Todesanzeige des Dr. Arensberg, unterzeichnet von Auguste A., Dr. med. Max A., Gerichtsassessor Albert A., Ida A. geb. Dreyer
LZ, 03.01.1908: Geburtsanzeige eines Jungen durch Dr. med. A. und Frau Ida, geb. Dreyer
LZ, 21.01.1918: Todesanzeige der Auguste Arensberg (73), geb. Oltendorf
unterzeichnet: Dr. med. Max A., Amtsgerichtsrat Albert A., Ida A., geb. Dreyer

 

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Portrait: ARENSBERG, Ida, geb. Dreyer

Ida Arensberg, o.J.
(StdA DT DT V 19 Nr. 175)

 

DOKUMENTE

 

Dokument 1

Einwohnermeldekarte von Max, Ida, Hans und Kurt Arensberg (StdA DT MK)

 

geb. 10.06.1897 in Hannover

Religionszu­gehörigkeit: jüdisch
Ehefrau: Elli Alexander, geb. Daniel
Beruf: Lehrer

 

Wohnorte: Bendorf/Rhein
Detmold:
04.01.1938 Lange Str. 36 (Kauders)
11.04.1938 Klüter Str. 49
01.11.1939 Paulinenstr. 6
30.03.1942 "ausgewandert mit unbekanntem Ziel"

Auf der Einwohnermeldekarte der Stadt Detmold findet sich der Vermerk "Beide Großelternteile sind volljüdisch".

 

Als sog. Wanderlehrer übernahm Max Alexander die Nachfolge von Moritz Rülf und unterrichtete die jüdischen Schülerinnen und Schüler in Lippe. Während des Novemberpogroms wurde er verhaftet und als sog. Aktions-Jude in das Konzentrationslager Buchenwald (Häftlingsnummer 29036) deportiert, wo er bis zum Dezember 1938 inhaftiert war.

Er kehrte nach Detmold zurück und erteilte ab Oktober 1939 in der jüdischen Schule in der Gartenstraße 6 neben drei weiteren Lehrern den größten Anteil des Unterrichts und wurde von der Jüdischen Kultusvereinigung auch als Kantor, Prediger und Seelsorger angestellt.

Am 30. März 1942 wurde er zusammen mit seiner Frau Elli nach Warschau deportiert. Es liegen keine weiteren Informationen zu ihrem Schicksal vor. Beide wurden für tot erklärt.

   

QUELLEN: StdA DT MK; LAV NRW OWL D 1 Nr. 6141, L 80 III Nr. 1902; KAL K 2 Detmold/Lemgo BEG Nr. 837-839; LATh HStA Weimar; ZA B 1/34 Nr. 837, 838, 845, 853, 856, 1065, 1066; Arolsen Archives

LITERATUR: Müller (1992), Müller (2008)

 

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Portrait: ALEXANDER, Max

Max Alexander (Ausschnitt), o.J. (StdA DT DT V 19 Nr. 176)

 

DOKUMENTE

 

Dokument 1

Einwohnermeldekarte von Max und Elli Alexander (StdA DT MK)

 

Dokument 2

Mitteilung von Max und Elli Alexander an die Polizeiliche Meldebehörde Detmold betr. der amtlich geforderten Namensänderung, 19.12.1938 (StdA DT D 106 Detmold A Nr. 3942)

 

Dokument 3

Aufstellung noch lagernder Pakete im KZ Buchenwald

 

Dokument 4

Geldkarte von Max Alexander im KZ Buchenwald

 

20.12.1862 in Wellentrup/Oerlinghausen - 24.09.1942 im Konzentrationslager Theresienstadt

Religionszu­gehörigkeit: jüdisch
Eltern: David Meyer (Fabrikant in Kachtenhausen) und Julie Meyer, geb. Michelsohn
Ehemann: Samuel Arensberg (19.05.1850 in Meinberg - 14.06.1930), Kaufmann, Pferdehändler
Kinder: Max Arensberg (geb. 19.05.1889 in Meinberg)
Gertrud Compère, geb. Arensberg (geb. 21.08.1890 in Bad Meinberg)

 

Wohnorte: 12.04.1910 Detmold, Hornsche Str. 21 bei Sandmann
15.12.1922 Detmold, Moltkestr. 30 eigenes Haus
03.07.1933 Zuzug nach München von Detmold
01.11.1934 nach München, Possartstr. 6 III bei Compère abgemeldet
03.07.1942 "angebl. aus München n. unbekannt abgemeldet"

 

Vier Jahre nach dem Tod ihres Mannes, den sie am 11. Juni 1888 in Oerlingshausen geheiratet hatte, zog Bertha Arensberg zu ihrer Tochter Gertrud nach München, vermutlich in eines der dortigen "Judenhäuser".

Am 1. Juli 1942 wurde Bertha Arensberg verhaftet und am 4. Juli 1942 mit dem Transport Nr. II/13-628 von München nach Theresienstadt deportiert. Von den insgesamt fünfzig Personen dieses Transportes überlebten sieben den Völkermord. Bertha Arensberg kam in Theresienstadt um.

Laut der Todesfallanzeige des dortigen Ältestenrates starb sie an einem Darmkatarrh.

 

Zum Zeitpunkt des Zuzuges seiner Mutter nach München lebte Max Arensberg in Paris. Er emigrierte weiter nach New York und starb dort hoch betagt im August 1987.

   

QUELLEN: StdA DT MK; StdA München; Biographisches Gedenkbuch Münchner Juden 1933-1945;
Beit Theresienstadt; Arolsen Archives; www.holocaust.cz

WEITERE QUELLEN: LZ,15.06.1930: Todesanzeige des Samuel Arensberg

 

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Bertha Arensberg. StdA München 90dpi

Bertha Arensberg, o.J. (StdA München)

 

DOKUMENTE

 

Dokument 1

Einwohnermeldekarte von Samuel, Bertha und Max Arensberg (StdA DT MK)

 

Dokument 2

Todesfallanzeige für Berta Arensberg, Theresienstadt 24.09.1942 (Nationalarchiv Prag HBMa, Inv. Nr. 2956 - digitalisiert von der Theresienstädter Initiative, Prag)

 

Dokument 3

Auszug aus der Korrespondenz zu Bertha Arensberg

 

Dokument 4

Auszug aus der Korrespondenz zu Bertha Arensberg

 

 

geb. 29.09.1902 in Bendorf/Rhein

Religionszu­gehörigkeit: jüdisch
Ehemann: Max Alexander

 

Wohnorte: Bendorf/Rhein, Engerserstr. 15
Detmold:
11.04.1938 Klüter Str. 49
01.11.1939 Paulinenstr. 6
30.03.1942 "ausgewandert mit unbekanntem Ziel"

Auf der Einwohnermeldekarte der Stadt Detmold findet sich der Vermerk "Beide Großelternteile sind volljüdisch".

 

Zusammen mit ihrem Mann Max Alexander wurde Elli Alexander am 30. März 1942 nach Warschau deportiert. Zu ihrem weiteren Schicksal liegen keinerlei Informationen vor. Beide wurden für tot erklärt.

   

QUELLEN: StdA DT MK ; LAV NRW OWL D 1 Nr. 6141, L 80 III Nr. 1902; KAL K 2 Detmold/Lemgo BEG Nr. 837-839; ThHStAW; ZA B 1/34 Nr. 853; Arolsen Archives

LITERATUR: Müller (1992), Müller (2008)

 

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DOKUMENTE

 

Dokument 1

Einwohnermeldekarte von Max und Elli Alexander (StdA DT MK)

 

Dokument 2

Mitteilung von Max und Elli Alexander an die Polizeiliche Meldebehörde Detmold betr. der amtlich geforderten Namensänderung, 19.12.1938 (StdA DT D 106 Detmold A Nr. 3942)

 

   
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