geb. 08.08.1863 in Heidenoldendorf
Religionszugehörigkeit: jüdisch
Eltern: David Ries und Henriette Ries, geb. Hamlet

 

WOHNORTE
25.07.1916 Detmold, Sachcenstr. 4 bei Ries vorübergehend
abgemeldet 28.08.1916
Hagen, Elbersufer 8
23.02.1939 Detmold, Sachsenstr. 4 bei Ries
28.07.1942 "nach Theresienstadt abgemeldet"

Auf der Einwohnermeldekarte der Stadt Detmold findet sich der Vermerk "Beide Großelternteile waren Volljuden".

 

Nach dem Besuch der Volksschule war Julie Ries in einem Einzelhandelsgeschäft tätig. In Hagen betrieb sie zusammen mit ihrem Bruder ein Geschäft für Porzellan und Haushaltswaren. Vom 1. Oktober 1926 bis zum 9. Dezember 1938 verkaufte sie in ihren privaten Räumen in Hagen ohne Ladengeschäft Kaffee. Das Gewerbe musste sie mit der Begründung aufgeben, Kaffeekontingente seien nur für stehende Geschäfte erlaubt. Nach dem Novemberpogrom zog sie nach Detmold. Am 28. Juli 1942 wurde sie mit dem Transport Nr. XI/1-424 über Bielefeld nach Theresienstadt deportiert. Am 23. September 1942 wurde sie von dort mit dem Transport Bq-1236 in das Vernichtungslager Maly Trostinec verschleppt.

Vom Amtsgericht Detmold wurde sie für tot erklärt. Als amtliches Todesdatum wurde der 8. Mai 1945 festgesetzt.

   

QUELLEN: StdA DT MK; LAV NRW OWL D 1 Nr. 6141, D 20 A Nr. 9254, 10094, 10095, D 20 B Nr. 3771, 3772, D 23 Detmold Nr. 5870, D 103 Lippe Nr. 833, L 113 Nr. 849; KAL K2 Detmold/Lemgo BEG Nr. 833; Beit Theresienstadt; ITS

 

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DOKUMENTE

 

Dokument 1

Einwohnermeldekarte von Julie Ries (StdA DT MK)

 

Dokument 2

Auszug aus der Korrespondenz zu Julie Ries

 

   
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